Bolivien Death Road – berüchtigte Route mit fast 100 Toten jährlich

Die Yungas-Straße in Bolivien, besser bekannt als Death Road oder „Camino de la Muerte“, war jahrzehntelang eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Bis in die 1990er Jahre starben hier jedes Jahr bis zu 300 Menschen, als Autos, LKWs und Busse die schmale, unbefestigte Piste zwischen La Paz und den Yungas befuhren. Heute ist sie ein beliebter Touristenmagnet.

Seit dem Bau einer neuen Umgehungsstraße fahren kaum noch Autos hier. Doch die Gefahr ist geblieben – nur hat sie heute ein anderes Gesicht.


Schmale Death Road in Bolivien – gefährlichste Straße der Welt mit steilen Abhängen im Yungas-Gebirge

70 Kilometer bergab – und jede Menge Risiko

Die Strecke führt vom La Cumbre Pass (4.600 m Höhe) hinunter nach Yolosa bei Coroico (1.295 m). Auf knapp 70 Kilometern geht es steil bergab, direkt an senkrechten Abgründen ohne Absicherung. Dazu kommen tropisches Wetter, Nebel, Regen und rutschige Steine.

Heute sind es vor allem Mountainbiker, die den Adrenalinkick suchen. Geführte Touren starten täglich von La Paz – und jedes Jahr probieren Tausende Reisende ihr Glück auf der Todesstraße.


Unfall- und Todeszahlen

Die Death Road gilt nicht nur als spektakulär, sondern auch als tödlich:

  • durchschnittlich rund 200 Unfälle pro Jahr

  • knapp 100 Todesfälle jährlich, trotz Guides und Tourenanbietern

Das Risiko ist also nach wie vor real. Viele unterschätzen die Strecke oder überschätzen ihre Fähigkeiten – und genau das endet regelmäßig tödlich.


Für wen ist die Death Road geeignet?

Wer sich für eine Abfahrt entscheidet, sollte sich bewusst sein: Es ist kein normaler Bike-Ausflug, sondern eine extreme Tour mit echten Risiken. Erfahrene Mountainbiker mit guter Kondition, passender Ausrüstung und Respekt vor der Strecke können sich darauf einlassen. Für alle anderen ist es schlicht zu gefährlich.


Fazit

Die Death Road ist heute nicht mehr die offizielle „gefährlichste Straße der Welt“ – aber sie bleibt eine der berüchtigtsten Routen überhaupt. Der Mix aus Nervenkitzel, Natur und Geschichte zieht Abenteuerlustige an, doch die Statistik spricht eine klare Sprache: Jedes Jahr gibt es fast 100 Tote. Wer hier fährt, geht bewusst ein hohes Risiko ein.